Einfluss einer Krebserkrankung auf Psyche

Von 10 Krebserkrankten leiden ungefähr 4 Patienten an relevanten psychischen Belastungen bis zu schweren Depressionen und Angststörungen. Die Prävalenz bei Krebserkrankungen des Urogenitalsystems liegt bei 21-37 %. Insbesondere beim Prostatakarzinom ist die psychische Belastung hoch aufgrund der Angst vor Therapiefolgen (Inkontinenz, Impotenz, Nebenwirkungen einer Hormontherapie sowie Darmbeschwerden). Männer mit der Diagnose eines lokal begrenzen Prostatakrebs haben in den ersten 6 Monaten ein 6-fach erhöhtes Suizidrisiko. Risikofaktoren für die Entstehung einer relevanten psychischen Symptombelastung:
  • Jüngeres Erkrankungsalter
  • Fortgeschrittene Erkrankung
  • Schmerzen
  • Psychische Erkrankung in der Vorgeschichte
  • Geringe soziale Unterstützung
Wissenschaftlich bewiesen ist, das psychoonkologische Interventionen zu einer Verbesserung der Lebensqualität, Reduktion physischer Beschwerden, niedrigere und kürzere Verweildauer in der Klinik führen kann. In weiterer Folge führt dies zu einer Verbesserung der immunologischen Situation und vermeidet eine Chronifizierung.  

Die vermittelten Inhalte und Informationen wurden im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung von Diplom-Psychologin Christina Demmerle erworben.