Der kindliche Hodenhochstand

Wird der kindliche Hodenhochstand in Deutschland zu spät operiert?

Der Hodenhochstand ist eine meist angeborene, falsche Lage eines oder beider Hoden. Der Hoden liegt dann nicht dauerhaft im Hodensack, sondern im Leistenkanal oder Bauchraum. Weil dadurch das Risiko für spätere Hodentumoren und Unfruchtbarkeit steigt, sollte laut Empfehlungen der aktuellen und 2009 geänderten Leitlinie der Hodenhochstand bis zum Abschluss des ersten Lebensjahres behandelt werden.

Internationale und nationale Studien der letzten Jahre weisen jedoch auf einen deutlich späteren Therapiezeitpunkt hin.

Eine aktuelle Studie der Uniklinik Magdeburg  et altera hat rückblickend das Operationsalter von 1.052 Patienten über einen Zeitraum von  9 Jahren in Mitteldeutschland untersucht: es konnte gezeigt werden, dass nur 35,5 % zeitgerecht und leitlinienkonform operiert wurden und das im Mittel das Operationsalter bei 3 Jahren lag.

Die Vorteile einer Operation vor dem 1.Lebensjahr ist nach der aktuellen Studienlage hinsichtlich drohenden Sekundärschäden (z.Bsp. Infertilität  ) nur abschätzbar.

Bewiesen ist, dass eine frühzeitgie Operation die Entartungsrisiken und Fruchtbarkeitsrisiken deutlich mindert.

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