Neuigkeiten vom großen Urologen Kongress 2025

Prostatakarzinom

  • Digitale rektale Austastung der Prostata als Screeninguntersuchung wird nicht mehr empfohlen.
  • Laborbestimmung von PSA (ProstataSpezifisches Antigen) ist das zentrale Instrument in der urologischen Vorsorge.
  • Das Multiparametrisches MRT der Prostata vor Biopsie gilt als Standard.
  • Active Überwachung bei Niedrigrisiko-Prostatakarzinomen gilt als alleiniger Standard.

Nierenzellkarzinom

  • Die Versorgung von Familien mit erblichen und familiären Nierenzellkarzinomen sollte immer über die Urologie multimodal erfolgen.
  • Kombinationstherapie sind bei metastasierten Karzinomen im belegten Vorteil zu Monotherapien.

Hodentumore

  • Der Tumormarker mi RNA-371 ist nicht geeignet zur Früherkennung, Therapiemonitoring oder Rezidivdetektion, sondern der Stellenwert liegt nur als Entscheidungshilfe vor Operation von Residualtumoren.

Bürokraft / Sekretärin gesucht | Urologie Praxis Dr. Salzer Hannover (m/w/d)

Wir suchen Verstärkung: Bürokraft / Sekretärin (m/w/d)

Die Privatpraxis für Urologie von Dr. med. Alice Salzer wächst weiter – und deshalb suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt, spätestens ab Januar 2026, motivierte Unterstützung für unser Team.

Ihre Chance bei uns

Als moderne urologische Fachpraxis legen wir großen Wert auf eine persönliche Betreuung unserer Patientinnen und Patienten, ein vertrauensvolles Miteinander im Team und eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Wir bieten Ihnen:

  • eine vielseitige Tätigkeit in der Praxisverwaltung
  • ein freundliches, familiäres Team, das sich gegenseitig unterstützt
  • die Möglichkeit, teilweise im Homeoffice zu arbeiten
  • flexible Arbeitszeiten im Umfang von 20-25 Stunden pro Woche
  • ein wertschätzendes Arbeitsumfeld mit kurzen Entscheidungswegen

Ihre Aufgaben

  • Empfang und Betreuung unserer Patientinnen und Patienten
  • Terminorganisation und Koordination
  • Telefonische Kommunikation und Patientenbetreuung
  • Administrative Aufgaben und Korrespondenz
  • Unterstützung im alltäglichen Praxisablauf

Ihr Profil

  • Erfahrung als Bürokraft oder Sekretärin (idealerweise im medizinischen Umfeld)
  • freundliches und empathisches Auftreten
  • Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und Organisationstalent
  • Freude an der Arbeit mit Menschen

Wir freuen uns auf Sie!

Wenn Sie Lust haben, Teil eines engagierten Teams zu werden und eine vielseitige Aufgabe in einer modernen Praxis zu übernehmen, freuen wir uns sehr über Ihre Bewerbung.

Bewerbungsweg

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen per E-Mail an:

Privatpraxis für Urologie Dr. med. Alice Salzer Tel.: 05139-9728110 Mail: info@urologe-region-hannover.de

Patientenveranstaltung am KRH Klinikum Großburgwedel

Am Mittwoch, 3. Dezember 2025, lädt das KRH Klinikum Großburgwedel zu einer Patientenveranstaltung rund um die Themen Blasenkrebs und Inkontinenz ein. Fachärztinnen und Fachärzte des Uroonkologischen Zentrums sowie des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums informieren dabei allgemeinverständlich über Krankheitsbilder, Behandlungsmöglichkeiten und moderne Therapieansätze.



Auf dem Programm stehen unter anderem:
  • eine Einführung und Moderation durch Dr. Joachim Stein, Chefarzt der Klinik für Urologie,

  • ein verständlicher Überblick zum Thema Blasentumor,

  • aktuelle Wege und Therapien bei Harninkontinenz.

Die Veranstaltung findet von 17 bis 18 Uhr in der Cafeteria des KRH Klinikums Großburgwedel, Fuhrberger Straße 18, statt.

Weitere Informationen sowie eine digitale Version des Flyers finden Sie über den QR-Code bzw. unter der Website des Klinikums.

Looksmaxxing – ein neuer gefährlicher Internettrend

„Looksmaxxing“ bezeichnet den Versuch, das eigene Aussehen zu verbessern, um auf diese Weise sozial und sexuell erfolgreicher zu sein.
In dieser Szene werden häufig auch anabole Steroide für ein maskulineres Aussehen empfohlen. Dieser Anabolikamissbrauch birgt das Risiko von Hodenschrumpfung, Infertilität, Libido- und Potenzstörungen bis zu kardiovaskulären Risiken mit erhöhter Thrombose- und Schlaganfallgefahr.
Bei Jugendlichen vor Abschluss der Pubertät besteht ein erhöhtes Risiko für einen vorzeitigen Wachstumsstopp.
Bestimmte Looksmaxxing-Foren im Internet bewerten Männer und geben Tipps, um männlicher auszusehen. Eine Forschungsgruppe aus Kanada hat 8000 Internetbeiträge eines dieser Foren analysiert. Diese Plattform gliederte sich unter anderem in einen sehr kritischen Bereich:

Es existieren „Rating-Threads“ mit Bewertung von hochgeladenen Fotos mit Einordnung auf einer Skala von „Chad“ (= hochattraktiv) bis „Subhuman“ (= Untermensch).

Männern mit einem Wert auf dieser Richterskala von < 3/10 wird oft gesagt, dass ihr Leben nicht lebenswert sei. Selbst Männer, die als durchschnittlich eingestuft werden, haben in den Augen dieser Community kaum eine Chance bzw. „Daseinsberechtigung“.
Diese Szene ist geprägt von Frauenfeindlichkeit, Gewaltfantasien und vertritt ein hierarchisches Weltbild.
Neben Diät- und Trainingsempfehlungen werden häufig riskante Methoden empfohlen: Beinverlängerungen, Gesichtsoperationen bis zu „Bonesmashing“ – Selbstoptimierung durch gezielte Schläge auf Gesichtsknochen zur Konturveränderung.
Anleitungen bzw. Aufforderungen zum Suizid bei „Nicht-Erfüllung“ der geforderten optimalen Kriterien werden in diesen Internetforen ebenfalls gefunden.

Für Sie gelesen in Arzt und Wirtschaft, Ausgabe 05/25

Präoperative Vorbereitung vor einer Blasenentfernung

Eine operative radikale Harnblasenentfernung beim Harnblasenkarzinom   ist mit einer hohen Komplikationsrate und Sterblichkeitsrate verbunden. Gerade bei geriatrischen Patienten (Alter > 70 Jahre) mit eingeschränkter Fitness und diversen Vorerkrankungen ist das Risiko besonders hoch. Prähabilitation ist ein vielversprechender Ansatz, um Komplikationen nach der Operation zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern. Was wären geeignete Maßnahmen?  
  • Konditionstraining 3-mal wöchentlich a 30 Minuten 
(Zügige Spaziergänge, Aerobic im häuslichen Umfeld)
  • Krafttraining 2-mal wöchentlich 
(Nutzung von Physiotherapie und gerätebasierte Krankengymnastik)
  • Atemschulung mit zum Bsp. Einem Atemtrainer
  • Ernährungsschulung (gezielte Zufuhr von eiweißreicher Nahrung, Vermeidung von Über und Untergewicht
  Ziel dieser Maßnahmen ist eine Mobilisierung der funktionellen Reserven und die physische sowie psychische Belastbarkeit des Patienten zu steigern.

Unterstützung aus Mexiko

Liebe Patientinnen, liebe Patienten, wir möchten Ihnen gerne Herrn Erick Cardenas Perez vorstellen. Er ist ärztlicher Kollege aus Mexiko und wir freuen uns, dass er uns in den nächsten Monaten unterstützen wird und heißen ihn herzlich willkommen!      

Familiäres Prostatakarzinom

  Definitionen Sporadisches Prostatakarzinom:  1 betroffener in der Familie Familiäre Häufung: ist das Vorliegen einer Prostatakrebserkrankung bei mindestens 2 blutsverwandten Angehörigen (=familiäres Prostatakarzinom) , betrifft 25% aller Männer in Deutschland Positive Familienanamnese: ist das Vorliegen mindestens eines erkrankten Verwandten 1. Grades, 2. Oder 3. Grades. Das Risiko an einem Prostatakarzinom zu erkranken, ist abhängig von der Anzahl der erkrankten Betroffenen, Verwandtschaftsgrad und dem Erkrankungsalter. Sind mindestens 2 Verwandte 1. Grades betroffen, liegt das Risiko mehr als 4-fach über dem der Allgemeinbevölkerung.   Hereditäres Prostatakarzinom (7%) :     3 Verwandte 1. Grades                                                                                    2 Verwandte 1. Grades < 55 Jahre                                                                                    Verwandte in 3 aufeinanderfolgenden Generationen   Diese Patienten weisen ein jüngeres Erkrankungsalter, aggressivere Tumore sowie fortgeschrittene Stadien bei der Diagnose auf. Die Rezidivrate sowie die Letalität ist bei dieser Patientengruppe deutlich höher.  Bei Prostatakarzinompatienten mit positiver Familienanamnese konnte in 25 % eine Keimbahnmutation BRACA 1 und BRACA2 gefunden werden. Internationale Leitlinien empfehlen daher bei dieser Patientengruppe eine intensivierte Prostatakrebsfrüherkennung ab dem 40. Lebensjahr.  Für diese Männer sprechen sich sowohl die europäische als auch die amerikanische Leitlinie für eine frühzeitige genetische Keimbahn Testung auf Mutationen aus. 

Wir suchen Verstärkung: Medizinische Fachangestellte (MFA) in Burgwedel

Die Privatpraxis für Urologie von Dr. med. Alice Salzer in Burgwedel wächst weiter – und deshalb suchen wir zum 01. Oktober 2025 motivierte Unterstützung für unser Team.

Ihre Chance bei uns

Als moderne urologische Fachpraxis legen wir großen Wert auf eine persönliche Betreuung unserer Patientinnen und Patienten, ein vertrauensvolles Miteinander im Team und eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Wir bieten Ihnen:
  • eine abwechslungsreiche Tätigkeit in der urologischen Patientenversorgung
  • ein freundliches, familiäres Team, das sich gegenseitig unterstützt
  • die Möglichkeit, sowohl in Teilzeit als auch in Vollzeit zu arbeiten
  • ein wertschätzendes Arbeitsumfeld mit kurzen Entscheidungswegen

Ihre Aufgaben

  • Empfang und Betreuung unserer Patientinnen und Patienten
  • Assistenz bei Untersuchungen und Behandlungen
  • Terminorganisation sowie administrative Aufgaben
  • Unterstützung bei diagnostischen und therapeutischen Abläufen

Ihr Profil

  • abgeschlossene Ausbildung als Medizinische Fachangestellte (MFA)
  • freundliches und empathisches Auftreten
  • Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und Organisationstalent
  • Freude an der Arbeit mit Menschen

Wir freuen uns auf Sie!

Wenn Sie Lust haben, Teil eines engagierten Teams zu werden und eine vielseitige Aufgabe in einer modernen Praxis zu übernehmen, freuen wir uns sehr über Ihre Bewerbung.

Bewerbungsweg

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen per E-Mail oder Post an:
Privatpraxis für Urologie
Dr. med. Alice Salzer
Burgdorfer Str. 2
30938 Burgwedel
Tel.: 05139-9728110

Mail: info@urologe-region-hannover.de


Therapiealternativen bei bakterieller Vaginose

Im Rahmen der Abklärung von wiederkehrenden bakteriellen Harnwegsinfektionen sollte man sich auch ein Bild vom Vaginalmikrobiom verschaffen: dominierend dort sind normalerweise die Laktobazillen, welche durch Bildung von Milchsäure und Wasserstoffperoxid den sauren vaginalen pH-Wert (3,5-4,5 ) bewirken. Dieser pH- Wert verhindert eine übermäßige Vermehrung von pathogenen Bakterien im Vaginalbereich. Häufig liegt bei von Harnwegsinfekten betroffenen Frauen ein Mangel an Laktobazillen vor. Statt mit vaginalen Antiseptika oder Breitbandantibiotika auch noch die letzten Laktobazillen zu töten, sollte zunächst ein Vaginalstatus erhoben werden inkl. Differenzierung der verschiedenen Laktobazillenstämme. Aromaöle zum Beispiel sind weitaus schonender als Antibiotika und haben eine desinfizierende Wirkung. Ähnlich wie eine Urinkultur kann eine Aromatogramm erstellt werden und eine spezifische vaginale Lokaltherapie in der Apotheke angefertigt werden. Beispiele: Bergbohnenkraut-, Oregano-, Lemongras,- Rosengeranien-und Teebaumöl können als Sitzbäder oder als Zäpfchen (auf Kakaobutterbasis) 10 Tage lang zur Nacht angewendet werden.

CAVE: Lemongras und Oregano sollten nicht in der Schwangerschaft angewendet werden und wichtig ist eine Partnermitbehandlung zur Eradikation eines Keimreservoirs

Aktualisierte S3-Leitlinie Prostatakarzinom 2025: PSA-Test als neuer Standard der Früherkennung

Die achte Version der S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom wurde im Juli 2025 vom Leitlinienprogramm Onkologie unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU) veröffentlicht. In enger Zusammenarbeit mit 21 medizinischen Fachgesellschaften sowie Patientenvertretern bringt die überarbeitete Leitlinie entscheidende Neuerungen in der Diagnostik und Therapie des Prostatakrebses mit sich.

Wichtigste Neuerungen im Überblick:

PSA-Test statt Tastuntersuchung als Früherkennungsstandard
Erstmals spricht die Leitlinie eine negative Empfehlung zur digital-rektalen Untersuchung (DRU) in der Krebsfrüherkennung aus. Stattdessen wird Männern ab 45 Jahren – nach ärztlicher Beratung – ein PSA-basiertes Screening empfohlen. Dieses misst das prostataspezifische Antigen im Blut.
  • PSA-Wert sehr niedrig: Kontrolluntersuchung erst nach 5 Jahren
  • Normale Werte: Kontrolle alle 2 Jahre
  • PSA-Wert über 3 ng/ml: weitere diagnostische Abklärung erforderlich
Die DRU soll künftig nur noch im Rahmen der individuellen Risikoabschätzung ergänzend eingesetzt werden, z. B. bei auffälligem PSA-Wert oder Verdacht auf andere urologische Erkrankungen. Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm (Universitätsklinikum Jena), Koordinator der Leitliniengruppe, betont:

„Studien zeigen, dass die Tastuntersuchung dem PSA-Test deutlich unterlegen ist. Die neue Empfehlung steht für evidenzbasierte, risikoadaptierte Früherkennung.“

MRT gewinnt an Bedeutung – weniger unnötige Biopsien

In der Primärdiagnostik wird der Einsatz der Magnetresonanztomographie (MRT) der Prostata deutlich gestärkt. Besonders relevant: Bei PI-RADS 1 und 2-Befunden, also sehr geringer Wahrscheinlichkeit für ein Karzinom, soll auf eine Biopsie verzichtet werden. Weitere Empfehlungen der neuen Leitlinie im Bereich Diagnostik:
  • Bildgestützte Biopsien (Indikation und Durchführung)
  • Diagnostik bei familiärer/genetischer Belastung (inkl. humangenetische Beratung)
  • Stadieneinteilung durch moderne Bildgebung (MRT, PSMA-PET/CT)

Therapie: Aktive Überwachung statt Überbehandlung

Für Niedrigrisiko-Prostatakarzinome empfiehlt die Leitlinie klar die aktive Überwachung (Active Surveillance) – Operation oder Bestrahlung sollen vermieden werden, solange keine Progression vorliegt. Diese Strategie gewinnt auch bei sogenannten günstigen-intermediären Tumoren an Bedeutung. Prof. Grimm erklärt:

„Die aktive Überwachung vermeidet unnötige Behandlungen und sichert zugleich eine engmaschige medizinische Kontrolle.“

Auch im metastasierten Stadium wurden neue Therapieoptionen in die Leitlinie aufgenommen.
Hintergrund: Prostatakrebs in Deutschland Prostatakrebs ist mit rund 74.900 Neuerkrankungen jährlich (Stand 2022) die häufigste bösartige Tumorerkrankung des Mannes in Deutschland. Es handelt sich meist um eine Erkrankung des höheren Lebensalters, unter 50 Jahren tritt sie selten auf.
Leitlinie als App & Webversion verfügbar   Die vollständige Version der aktualisierten S3-Leitlinie steht online bereit unter:
      www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/prostatakarzinom

Zusätzlich kann die kostenfreie Leitlinien-App für Android und iOS heruntergeladen werden:
      www.leitlinienprogramm-onkologie.de/app

Quellen:
  • Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU)
  • Leitlinienprogramm Onkologie
  • Deutsche Krebsgesellschaft
  • Robert Koch-Institut