Wir suchen Verstärkung: Medizinische Fachangestellte (MFA) in Burgwedel

Die Privatpraxis für Urologie von Dr. med. Alice Salzer in Burgwedel wächst weiter – und deshalb suchen wir zum 01. Oktober 2025 motivierte Unterstützung für unser Team.

Ihre Chance bei uns

Als moderne urologische Fachpraxis legen wir großen Wert auf eine persönliche Betreuung unserer Patientinnen und Patienten, ein vertrauensvolles Miteinander im Team und eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Wir bieten Ihnen:
  • eine abwechslungsreiche Tätigkeit in der urologischen Patientenversorgung
  • ein freundliches, familiäres Team, das sich gegenseitig unterstützt
  • die Möglichkeit, sowohl in Teilzeit als auch in Vollzeit zu arbeiten
  • ein wertschätzendes Arbeitsumfeld mit kurzen Entscheidungswegen

Ihre Aufgaben

  • Empfang und Betreuung unserer Patientinnen und Patienten
  • Assistenz bei Untersuchungen und Behandlungen
  • Terminorganisation sowie administrative Aufgaben
  • Unterstützung bei diagnostischen und therapeutischen Abläufen

Ihr Profil

  • abgeschlossene Ausbildung als Medizinische Fachangestellte (MFA)
  • freundliches und empathisches Auftreten
  • Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und Organisationstalent
  • Freude an der Arbeit mit Menschen

Wir freuen uns auf Sie!

Wenn Sie Lust haben, Teil eines engagierten Teams zu werden und eine vielseitige Aufgabe in einer modernen Praxis zu übernehmen, freuen wir uns sehr über Ihre Bewerbung.

Bewerbungsweg

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen per E-Mail oder Post an:
Privatpraxis für Urologie
Dr. med. Alice Salzer
Burgdorfer Str. 2
30938 Burgwedel
Tel.: 05139-9728110

Mail: info@urologe-region-hannover.de


Therapiealternativen bei bakterieller Vaginose

Im Rahmen der Abklärung von wiederkehrenden bakteriellen Harnwegsinfektionen sollte man sich auch ein Bild vom Vaginalmikrobiom verschaffen: dominierend dort sind normalerweise die Laktobazillen, welche durch Bildung von Milchsäure und Wasserstoffperoxid den sauren vaginalen pH-Wert (3,5-4,5 ) bewirken. Dieser pH- Wert verhindert eine übermäßige Vermehrung von pathogenen Bakterien im Vaginalbereich. Häufig liegt bei von Harnwegsinfekten betroffenen Frauen ein Mangel an Laktobazillen vor. Statt mit vaginalen Antiseptika oder Breitbandantibiotika auch noch die letzten Laktobazillen zu töten, sollte zunächst ein Vaginalstatus erhoben werden inkl. Differenzierung der verschiedenen Laktobazillenstämme. Aromaöle zum Beispiel sind weitaus schonender als Antibiotika und haben eine desinfizierende Wirkung. Ähnlich wie eine Urinkultur kann eine Aromatogramm erstellt werden und eine spezifische vaginale Lokaltherapie in der Apotheke angefertigt werden. Beispiele: Bergbohnenkraut-, Oregano-, Lemongras,- Rosengeranien-und Teebaumöl können als Sitzbäder oder als Zäpfchen (auf Kakaobutterbasis) 10 Tage lang zur Nacht angewendet werden.

CAVE: Lemongras und Oregano sollten nicht in der Schwangerschaft angewendet werden und wichtig ist eine Partnermitbehandlung zur Eradikation eines Keimreservoirs

Aktualisierte S3-Leitlinie Prostatakarzinom 2025: PSA-Test als neuer Standard der Früherkennung

Die achte Version der S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom wurde im Juli 2025 vom Leitlinienprogramm Onkologie unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU) veröffentlicht. In enger Zusammenarbeit mit 21 medizinischen Fachgesellschaften sowie Patientenvertretern bringt die überarbeitete Leitlinie entscheidende Neuerungen in der Diagnostik und Therapie des Prostatakrebses mit sich.

Wichtigste Neuerungen im Überblick:

PSA-Test statt Tastuntersuchung als Früherkennungsstandard
Erstmals spricht die Leitlinie eine negative Empfehlung zur digital-rektalen Untersuchung (DRU) in der Krebsfrüherkennung aus. Stattdessen wird Männern ab 45 Jahren – nach ärztlicher Beratung – ein PSA-basiertes Screening empfohlen. Dieses misst das prostataspezifische Antigen im Blut.
  • PSA-Wert sehr niedrig: Kontrolluntersuchung erst nach 5 Jahren
  • Normale Werte: Kontrolle alle 2 Jahre
  • PSA-Wert über 3 ng/ml: weitere diagnostische Abklärung erforderlich
Die DRU soll künftig nur noch im Rahmen der individuellen Risikoabschätzung ergänzend eingesetzt werden, z. B. bei auffälligem PSA-Wert oder Verdacht auf andere urologische Erkrankungen. Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm (Universitätsklinikum Jena), Koordinator der Leitliniengruppe, betont:

„Studien zeigen, dass die Tastuntersuchung dem PSA-Test deutlich unterlegen ist. Die neue Empfehlung steht für evidenzbasierte, risikoadaptierte Früherkennung.“

MRT gewinnt an Bedeutung – weniger unnötige Biopsien

In der Primärdiagnostik wird der Einsatz der Magnetresonanztomographie (MRT) der Prostata deutlich gestärkt. Besonders relevant: Bei PI-RADS 1 und 2-Befunden, also sehr geringer Wahrscheinlichkeit für ein Karzinom, soll auf eine Biopsie verzichtet werden. Weitere Empfehlungen der neuen Leitlinie im Bereich Diagnostik:
  • Bildgestützte Biopsien (Indikation und Durchführung)
  • Diagnostik bei familiärer/genetischer Belastung (inkl. humangenetische Beratung)
  • Stadieneinteilung durch moderne Bildgebung (MRT, PSMA-PET/CT)

Therapie: Aktive Überwachung statt Überbehandlung

Für Niedrigrisiko-Prostatakarzinome empfiehlt die Leitlinie klar die aktive Überwachung (Active Surveillance) – Operation oder Bestrahlung sollen vermieden werden, solange keine Progression vorliegt. Diese Strategie gewinnt auch bei sogenannten günstigen-intermediären Tumoren an Bedeutung. Prof. Grimm erklärt:

„Die aktive Überwachung vermeidet unnötige Behandlungen und sichert zugleich eine engmaschige medizinische Kontrolle.“

Auch im metastasierten Stadium wurden neue Therapieoptionen in die Leitlinie aufgenommen.
Hintergrund: Prostatakrebs in Deutschland Prostatakrebs ist mit rund 74.900 Neuerkrankungen jährlich (Stand 2022) die häufigste bösartige Tumorerkrankung des Mannes in Deutschland. Es handelt sich meist um eine Erkrankung des höheren Lebensalters, unter 50 Jahren tritt sie selten auf.
Leitlinie als App & Webversion verfügbar   Die vollständige Version der aktualisierten S3-Leitlinie steht online bereit unter:
      www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/prostatakarzinom

Zusätzlich kann die kostenfreie Leitlinien-App für Android und iOS heruntergeladen werden:
      www.leitlinienprogramm-onkologie.de/app

Quellen:
  • Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU)
  • Leitlinienprogramm Onkologie
  • Deutsche Krebsgesellschaft
  • Robert Koch-Institut

CatSper-Test – ein innovativer Funktionstest zur Früherkennung männlicher Unfruchtbarkeit

Um die Eizelle zu befruchten, müssen die Samenzellen, die Eihülle durchdringen. Dazu schlagen die Spermien mit ihrem Spermiengeisel kraftvoll(Hyperaktivierung). Diese wird durch Botenstoffe ausgelöst, die von der Eizelle ausgeschüttet werden. Das Spermium registriert diesen Botenstoff mithilfe eines Kalziumkanal (= CatSper) . Ist dieser Kalziumkanal defekt, wird die Eizelle nicht befruchtet und dies bedeutet, dass der Mann unfruchtbar ist. Diese Form der Unfruchtbarkeit lässt sich nicht durch eine herkömmliche Samenanalyse (betroffenen Männer haben fast immer eine hohe Zahl an normalgeformten und beweglichen Spermien im Ejakulat), erkennen. Bei auffälligen Testergebnis ist eine weiterführende genetische Untersuchung im Blut angezeigt zur Bestätigung einer CatSperbedingten Infertilität. Diese Früherkennung kann erfolglose Kinderwunschbehandlungen vermeiden, das medizinische Risiko für die Frau, finanzielle Belastungen minimiert und betroffenen Paaren ein Zeitverlust erspart werden. Bei Interesse an diesen neuen Test sprechen Sie uns gerne an!

Chemotherapie nach Operation einer fortgeschrittenen Krebserkrankung der oberen Harnwege

Eine Phase -III-Studie konnte nachweisen, dass Menschen mit einem muskelinvasiven oder lymphknotenpositiven Karzinom der oberen Harnwege nach einer Radikaloperation ( Entfernung von betroffener Niere, Harnleiter und Blasenmanschette )  von einer anschließenden Chemotherapie so weit profitieren, dass sie rund 18 Monate länger krankheitsfrei sind und 11 Monate länger  leben. Beteiligt an dieser Studie waren insgesamt 261 Patienten aus 57 Kliniken und rund die Hälfte der Patienten erhielten eine Chemotherapie mit Cisplatin oder Carboplatin in Kombination mit Gemcitabine. Die 5-Jahres  Langzeitdaten der POUT-Studie bestätigen den Nutzen einer zusätzlichen Chemotherapie nach Radikaloperation. Gelesen in Uro-News 2024;28

Blasenentzündung in der Schwangerschaft

werden begünstig durch physiologische (Verdünnung des Urins durch verstärkte Nierendurchblutung führt zur Reduktion infektionshemmender  Substanzen im Urin  ) und anatomische Veränderungen ( Verminderung des Harnröhrentonus ) .  Diese können bei unzureichender Diagnostik oder Therapie Risiken für Mutter und Ungeborenes bergen.(Schwangerschaftsvergiftung, Frühgeburtlichkeit und erhöhte Kindersterblichkeit.   Eine gezielte Diagnostik inkl. Ultraschalluntersuchung und Anlage einer Urinkultur mit Erstellung eines Antibiogrammes sind essenziell, um eine resistenzgerechte Antibiotikatherapie einzuleiten. Nach Behandlung eines Harnwegsinfektes sollte immer eine Urinkontrolle erfolgen. Bei einem Nachweis einer asymptomatischen Bakterieninfektion des Urins ist eine Behandlung der Schwangeren bei einer Niedrig-Risiko-Schwangerschaft nicht indiziert, da keine Hinweise für eine Schädigung des Kindes vorliegen. Bei Risikopatientinnen (Z.n. Frühgeburt, Fehlgeburt) ist ein Screening auf eine erhöhte Bakterienzahl im Urin sinnvoll und deren Behandlung einzuleiten.  Für Sie gelesen in „URO-NEWS Februar 2025“, Artikel verfasst von Jennifer Kranz

Kinderwunsch beim Klinefelter-Syndrom

Beim Klinefelter-Syndrom handelt es sich um eine genetische Störung, bei der mindestens 1 zusätzliches X-Chromosom vorliegt.  Mit der Folge, dass die Hoden unterdurchschnittlich klein sind und das Testosteron – und Spermienproduktion gestört sind. Mit einer Prävalenz von bis zu 1:500 ist es die häufigste Form des Hypogonadismus. ( hormonelle Störung der Keimdrüsen ) Viele Männer mit Klinefelter-Syndrom sind äußerlich komplett unauffällig und bleiben daher unentdeckt . Daher hat die frühe andrologische Abklärung  von Männern mit unerfüllten Kinderwunsch eine besondere Bedeutung, denn Klinefelter-Syndrom-Patienten können biologisch Väter werden. Das Risiko für ihre Kinder ist bezüglich dieser Chromosomenveränderung nicht erhöht. Jugendliche /Männer mit Klinefelter- Syndrom sollten daher frühzeitig durch ihren Kinder- oder Hausarzt zur andrologischen Beratung überwiesen werden um frühzeitig über einen späteren Kinderwunsch zu sprechen, denn bei 10 % aller Patienten finden sich Spermien im Ejakulat bzw. in 45 % aller Fälle zeigten sich Spermien im Hodengewebe, welche für eine spätere künstliche Befruchtung  kryokonserviert werden können. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Hodenschaden im Laufe des Lebens zunimmt und sich später keine Spermien auffinden lassen.

Bestrahlung oder Operation beim behandlungsbedürftigen Prostatakrebs?

Beim lokal begrenzten und heilbaren Prostatakrebs gibt es mehrere Behandlungsoptionen, die in Hinblick auf die Überlebenschance gleichwertig sind. Dazu zählen die radikale Operation und die Bestrahlung, welche jedoch Unterschiede aufweisen bezüglich Kontinenz und Erektionsstörungen als Folgeerscheinung der Behandlung.   In einer aktuellen Studie aus Kiel wurden 123 Männer im Zeitraum 2012-2022 in 2 Gruppen randomisiert und die Auswirkungen der jeweiligen Therapie auf Potenz und Kontinenz verglichen. Das mittlere Alter der Patienten lag bei 65 Jahren und hatte Prostatakrebs mit mittelschwerem Risiko. Eine Nachuntersuchung bezüglich ungewollten Urinverlust und Potenz  erfolgte zu Studienbeginn, 4 und 12 Wochen postinterventionell sowie in den Monaten 6, 9,12 und 24 .   Die Auswertung ergab, dass die Bestrahlung keinerlei Auswirkungen auf die Inkontinenz hatte. Bezüglich Erektionsstörung bewerteten die operierten Männer diesen Bereich als deutlich schlechter als die bestrahlten Männer.   Wichtig ist daher, dass an Prostatakrebs erkrankte Männer im Aufklärungsgespräch auch über diese Aspekte aufgeklärt werden sollten, um die für sie richtige Entscheidung treffen zu können.

Ein neues Medikament für die Überaktive Blase steht nun zur Verfügung

Die überaktive Blase ist eine besonders belastende und stigmatisierende Erkrankung, von der über 70 Millionen Menschen in Europa betroffen sind. Die Europäische Kommission hat OBGEMSA™ (Vibegron) zur symptomatischen Behandlung der überaktiven Blase bei Erwachsenen zugelassen. Die Entscheidung beruht auf den Ergebnissen zweier multizentrischer, doppelblinder, randomisierter Phase-III-Studien mit Erwachsenen, die Symptome einer überaktiven Blase  ( Harndrang, häufige Toilettengänge, Inkontinenz) aufwiesen. Die Studie RVT-901-3003 (EMPOWUR) untersuchte die Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit von Vibegron (in der Dosis 75 mg/Tag) über 12 Wochen im Vergleich zu Placebo und mit dem Wirkstoff Tolterodin als Positivkontrolle.  In diese Studie zeigte Vibegron ein vorteilhaftes Nutzen-Risikoprofil bei der symptomatischen Behandlung von einschießendem Harndrang, erhöhter Miktionsfrequenz und Dranginkontinenz, welche bei Patienten mit überaktiver Blase auftreten können. Vibegron ist ein neuartiger, selektiver humaner ß3-Adrenozeptor-Agonist. Während ß-Rezeptoren im ganzen Körper verteilt sind, befinden sich ß3-Adrenozeptoren hauptsächlich auf der glatten Muskulatur des menschlichen Detrusors. ß3-Agonisten binden an und aktivieren ß3-Adrenozeptoren auf dem Blasenmuskel, was zu dessen Entspannung führt. Dadurch erhöht sich das Blasenvolumen und Drangsymptome werden reduziert. Ein Vorteil zu bereits auf dem Markt verfügbaren Präparaten ist, das kardiale Nebenwirkungen, Arzneimittelwechselwirkungen und unerwünschte Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit und Verstopfung reduziert sind.   Zusätzlich ist die Einnahme unkompliziert mit 1-mal täglich, unabhängig von Mahlzeiten und kann bei Bedarf auch gemörsert werden.

Herpes- Typ II-Infektionen (Genitalherpes) Folgen und Therapiemöglichkeiten

Eine Infektion mit HSV-2 ist durch schmerzhafte genitale Läsionen und häufige Rezidive gekennzeichnete belastende Erkrankung.  Sie gehören zu den am häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen und wird durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt übertragen. Nach der Infektion ziehen sich die Viren in die Nervenganglien zurück, wo sie lebenslang verbleiben und rezidivieren können. Bei symptomatischen Verläufen entwickeln sich meist im Bereich des Genitals Pusteln mit Bläschenbildung und Verkrustung, welche bis zu 3 Wochen bestehen können. Die Diagnose erfolgt durch die entsprechende Klinik und Abstrich der Bläschen mit Nachweis im Labor. Die Therapie sollte sofort nach der Diagnose eingeleitet werden und erfolgt mit der Einnahme von Aciclovir, Valaciclovir und Famciclovir. Zusätzlich kann bei ausgeprägtem Befund eine Schmerztherapie erforderlich sein. Bei schweren Verlaufsformen mit Komplikationen wie Hirnhautentzündung, Harnverhalt oder Ausbreitung der Infektion kann eine stationäre Klinikaufnahme erforderlich werden.  Rezidive bis zu 6-mal pro Jahr treten bei einem Drittel der Patienten auf und können eine antivirale Prophylaxe erforderlich machen, insbesondere wenn das Risiko der Übertragung auf Partner reduziert werden soll.   Risikogruppen mit der Gefahr von schweren Verlaufsformen bzw. Komplikationen sind HIV-Erkrankte, Immunsupprimierte Personen sowie Schwangere mit der Gefahr der Übertragung auf das Kind unter der Geburt.    Prävention
  • Expositionsprophylaxe und medikamentöse Prophylaxe bei Erkrankten
  • Geschützter Geschlechtsverkehr mit Kondom
  • Bei Herpes labialis kein Oralverkehr
  • Schutz und Vorsorge von vulnerablen Personen, wie Bsp. schwangere Frauen