Ein bisschen Spaß muss sein

Bei uns ist jeder Patient willkommen und wird durch unsere Mitarbeiter freundlich und kompetent betreut. Auf bei Sorgen oder Ängsten sind wir für Sie da und helfen Ihnen auch in unangenehmen Situationen. Scheuen Sie sich nicht, auf uns zu zukommen.

Der kindliche Hodenhochstand

Wird der kindliche Hodenhochstand in Deutschland zu spät operiert?

Der Hodenhochstand ist eine meist angeborene, falsche Lage eines oder beider Hoden. Der Hoden liegt dann nicht dauerhaft im Hodensack, sondern im Leistenkanal oder Bauchraum. Weil dadurch das Risiko für spätere Hodentumoren und Unfruchtbarkeit steigt, sollte laut Empfehlungen der aktuellen und 2009 geänderten Leitlinie der Hodenhochstand bis zum Abschluss des ersten Lebensjahres behandelt werden.

Internationale und nationale Studien der letzten Jahre weisen jedoch auf einen deutlich späteren Therapiezeitpunkt hin.

Eine aktuelle Studie der Uniklinik Magdeburg  et altera hat rückblickend das Operationsalter von 1.052 Patienten über einen Zeitraum von  9 Jahren in Mitteldeutschland untersucht: es konnte gezeigt werden, dass nur 35,5 % zeitgerecht und leitlinienkonform operiert wurden und das im Mittel das Operationsalter bei 3 Jahren lag.

Die Vorteile einer Operation vor dem 1.Lebensjahr ist nach der aktuellen Studienlage hinsichtlich drohenden Sekundärschäden (z.Bsp. Infertilität  ) nur abschätzbar.

Bewiesen ist, dass eine frühzeitgie Operation die Entartungsrisiken und Fruchtbarkeitsrisiken deutlich mindert.

Bei weiteren Fragen können Sie uns gerne kontaktieren!

 

Wir wünschen Ihnen ein frohes, neues Jahr!

Gedicht von Mario de Andrade ( 1893-1945)

Dichter, Schriftsteller und Musikwissenschaftler, geboren in Sao Paolo.

Mitbegründer der brasilianischen Moderne

 

Meine Seele hat es eilig

Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe.

Ich fühle mich wie dieses Kind, dass eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: die ersten isst es mit Vergnügen, aber als es merkt, dass nur noch wenige übrig sind, beginnt es, die Restlichen zu genießen.

Ich habe keine Zeit für endlose Konferenzen, bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren und internen Vorschriften besprochen werden, in dem Wissen, dass nichts erreicht wird.

Ich habe keine Zeit mehr mit Mittelmäßigkeit zu kämpfen.

Ich will nicht in Besprechungen sein, in denen aufgeblasene Egoisten aufmarschieren.

Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten .

Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Position, Talente und Erfolge zu bemächtigen.

Meine Zeit ist zu kurz um Überschriften zu diskutieren.

Ich will das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile. Ohne viele Süßigkeiten in der Packung.

Ich möchte mit Menschen leben, die menschlich sind.

Menschen, die über ihre Fehler lachen, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden.

Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und nicht vor Verantwortung fliehen.

Die die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite der Wahrheit und der Rechtschaffenheit gehen möchten.

Es ist das, was das Leben  lebenswert macht.

Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, mein Herz zu berühren.

Menschen, die durch die Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen.

Ja, ich habe es eilig,

ich habe es eilig, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.

Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden.

Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe.

Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.

Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.

Mit diesen Worten möchten wir Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in das neue Jahr wünschen!

Wir freuen uns, Sie auch im Jahr 209 begleiten zu dürfen.

Ihr Team von Urologe Region Hannover

Neues Medikament bei vorzeitigem Orgasmus

Seit kurzem befindet sich ein neues Präparat auf dem Markt, welches Abhilfe schaffen soll bei ” Ejakulatio präcox” (vorzeitiger Samenerguss unter 1 Minute).

Bisher stand betroffenen Männern nur eine anästhetische Salbe zur Verfügung, welche jedoch das Empfinden der Ejakulation negativ beeinflusste. Ebenso ist der oral verfügbare Wirkstoff Dapoxetin nicht nebenwirkungsfrei – von Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel wird berichtet.

Ein Therapiealternative können die beiden Lokalanästhetika Lidocain und Prilocain sein, welche als Spray 5 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr auf die Eichel aufgetragen werden. Diese Wirkstoffe blockieren reversibel die Übertragung von Nervenimpulsen, was eine Senkung der Sensibilität zur Folge hat. In klinischen Studien könnte gezeigt werden, dass die Latenzzeit zum Samenerguss signifikant verlängert wurde und die Kontrolle über die Ejakulation verbesserte.

Bei weiteren Fragen zu diesem Thema sprechen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns eine Mail.

Interstitielle Cystitis ( IC )

Die Interstitielle Cystitis ist eine nicht-infektiöse, chronisch entzündliche Erkrankung der Harnblase, die mit Schmerzen, Harndrang und nächtlichen Wasserlassen in unterschiedlicher Ausprägung  einerhergeht. Überwiegend sind Frauen…

Erektionsstörungen bei erhöhtem Homocysteinspiegel

30-52 % der 40 bis 70-jährigen Männer leiden unter einer milden bis moderaten sexuellen Funktionsstörung. Ursächlich sind unter anderem Durchblutungs- oder Fettstoffwechselstörungen. In einer aktuellen Studie konnte nachgewiesen werden,…

Erweiterte Sprechzeiten

Erweiterung unserer Sprechstundenzeiten

Sehr geehrte Patienten, liebe Kinder!

Ab sofort haben wir unsere Praxis auch dienstags von 9-12 Uhr für Sie geöffnet!

Bei Terminwunsch erreichen Sie uns unter der bekannten Telefonnummer 05139 97281-10 oder info@urologe-region-hannover.de.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Praxisteam von Urologe Region Hannover

Grippeschutzimpfung 2018

Sind Sie schon gegen Grippe geimpft?

Mit dem Herbst beginnt leider auch die Grippesaison.

Die geschätzte Zahl an Grippetoten lag im Jahr 2016 bei 23 000.

Daher empfiehlt das Robert-Koch-Institut die Grippeschutzimpfung für Menschen im Alter ab 60 Jahren, Menschen mit chronischen Vorerkankungen, Bewohnern von Pflegeheimen sowie Ärzten und Pflegekräfte.

Arbeitnehmer , die während ihrer Arbeitszeit viel und engen Kontakt mit Menschen haben, sind  besonders gefährdet. ( Lehrer, Erzieher, Verkäufer,…)

Eine Impfempfehlung gibt es auch für Schwangere, da das Neugeborene in den ersten Lebensmonaten geschützt ist.

Grippeimpfungen sind im Oktober und November sinnvoll, es dauert 14 Tage bis sich der Impfschutz vollständig aufgebaut hat.

In der aktuellen Impfsaison wird der tetravalente Wirkstoff geimpft, welcher von allen Kassen übernommen wird.

Eine weitere wirksame Massnahme um sich vor der Influenza zu schützen, ist das regelmäßige Händewaschen inklusive Händedesinfektion sowie das regelmäßige Desinfizieren von kontaminierten Flächen ( Türklinken, Telefonhörer, PC-Tastaturen, etc). Chronisch Erkrankte sollten Menschenansammlungen meiden.

Bei weiteren Fragen können Sie uns gerne ansprechen!

 

 

70. Kongress Deutsche Gesellschaft für Urologie

Immer Up to date!

Von 26.-29.September 2018 fand der 70. Kongress der deutschen Gesellschaft für Urologie in Dresden statt.

Diese Neuigkeiten haben wir Ihnen mitgebracht:

Prostatakrebs:

In aller Munde sind 2 neue Studien bezüglich des fortgeschrittenen Prostatakrebs ohne Metastasen (Tochtergeschwülste in andere Organe/ Gefäße)

1. Spartanstudie ( Phase 3 Studie): Vergleich Apalutamid versus Placebo bei Patienten nach Hormonentzugstherapie

-verlängertes Gesamtüberleben

-mehr Zeit bis zum Fortschritt der Erkrankung

-mehr Zeit bis zum Auftreten von Symptomen

-mehr Zeit bis zum Auftreten von Metastasen

2.Prosperstudie ( Phase 3 Studie)

Hier wurde Enzalutamid mit Placebo verglichen:

Bei Männern mit schnellansteigenden PSA-Werten führte Enzalutamid zur Reduktion des Risikos einer Metastasierung um 71 %.

Die Probase-Studie bestäftige sich unter anderem mit dem Einfluß von Medikamenten auf den PSA-Wert im Blut von 45-jährigen Männern:

Diabetesmedikamente und Blutdruckmedikamente bewirken statistisch signifikant niedrige PSA-Werte.

Inweit das bei der Interpretation i.R. der Vorsorge beachtet werden sollte,  ist noch unklar.

gutartige Prostatavergrößerung:

1.Eine gängige medikamentöse Therapie sind die sogenannten “Alphablocker”, insbesondere Tamsulosin.

In 25-90 % stellen jedoch diese Medikamente einen erheblichen Risikofaktor für das Gelingen einer Kataraktoperation (grauer Star) dar.

Daher sollten diese Präparate 4 Wochen präoperativ abgesetzt werden.

2.Die Prostataarterienembolisation  stellte eine neue Alternative zur Operation dar. Eine Studie konnte nachweisen, dass die nach 12 Wochen erreichte Verbesserung ähnlich ist, aber mit weniger Komplikationen vergesellschaftet ist. Sie hat aber klare Nachteile in der erzielten Effektivität in der Langzeitverlaufsbeobachtung.

Dies sollte in der Patientenauswahl berücksichtigt werden.

Diagnostik

  1. Mit einer initalen MRT-Fusionsbiopsie im Gegensatz zur konventionellen 12 fach Biopsie gelingt eine genauere Einschätzung des Prostatakrebs und ein onkologisch zuverlässigerer Einschluß in die “aktive Überwachung” bei Patienten mit einem Niedrigrisikokrebs.

Grund: 50 % der Tumore werden in der klassischen 12-fach Biopsie zu niedrig klassifizert.

2.microRNA371a-3pes handelt sich dabei um einen neuen Tumormarker im Blut für Hodenkrebs mit einer sehr hohen Sensitivität und Spezifität. Dieser ist nun reif für die Einführung in den klinischen Alltag.

Andrologie

  1. Risikofaktoren für eine reduzierte Libido beim 45-jährigen Mann

-körperliche Inaktivität

-Übergewicht

-Bluthochdruck

Keine Risikofaktoren stellen ein Diabetes mellitus und Nikotinabausus dar.

  1. Bei Männern mit Testosteronmangel und Erektionsstörungen verbessert eine Testosteronersatztherapie die Erektion nachhaltig über einen Zeitraum von 10 Jahren.

Unbehandelt kommt es zu einer kontinuierlichen Verschlechterung.

 

 

Komplementärmedizin bei Prostatakrebs

Möglichkeiten bei der Behandlung von Prostatakrebs

60-70 % aller Krebspatienten wünschen sich eine Begleittherapie neben ihrer spezifischen Krebstherapie.

In diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über die neuesten  Empfehlungen geben.

Misteltherapie

Misteltherapie ist eine etablierte Therapie in der Krebsmedizin, deren Wirksamkeit in über 160 Studien belegt ist:

Sie steigert das Immunsystem, verbessert die Verträglichkeit einer Strahlen -und /oder Chemotherapie, steigert die Leistungsfähigkeit und kann Schmerzen lindern.

Nicht angewendet werden sollte die Misteltherapie bei chronisch entzündlichen Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen und Hochdosischemotherapien.

Vitamine / Spurenelemente

Die Gabe von Vitaminen wird sehr widersprüchlich diskutiert: In einer großangelegten Studie mit über 250 000 Teilnehmern konnte kein positiver Effekt von Selen, Vitamin A und Vitamin C nachgewiesen werden. Unter Vitamin E und beta-Carotin wurde eine erhöhte Mortalität festgestellt.

In einer anderen Studie ergab sich ein höheres Prostatakrebsrisiko bei einer täglichen Zufuhr von > 100 mg Zink pro Tag.

Fazit: Bei normaler Ernährung ist eine zusätzliche Aufnahme von Vitaminen/ Spurenelementen zur Prävention nicht erforderlich (WHO)!

Unter Chemotherapie bzw. Strahlentherapie sind Hochdosisvitamine kontraindiziert.

Cannabinoide

Eine Vielzahl von Studien zeigten positive Effekte auf die Lebensqualität der Erkrankten unter Therapie, aber wissenschaftliche Ergebnisse zur onkologischen Wirksamkeit fehlen.

Fazit: etablierte Anwendungsgebiete in der Praxis sind die Übelkeit unter der Chemotherapie.

Methadon

Im Tierversuch gab es bisher keine Hinweise darauf, dass Methadon Unwirksamkeiten gegen Chemotherapien überwinden könnte.

Eine einzige kleine Studie zeigt, dass bei einzelnen Patienten unter Chemotherapie plus Methadon eine Rückbildung der Tumore erfolgte.

Fazit: Aufgrund der noch schlechten Studienlage ist derzeit eine unkritische Anwendung nicht gerechtfertigt!

 

 

 

Ab dem 1. September bieten wir Beckenbodenkurse an!

Beckenbodentraining wird empfohlen bei:

Allerdings ist ein gezieltes Training der Beckenbodenmuskulatur für viele Menschen schwierig, da oftmals ein Bewusstsein für den Beckenboden fehlt.

Deshalb wird empfohlen, sich Beckenbodentraining zunächst von einer geschulten Person vorführen zu lassen um das Training der richtigen Muskelpartien zu erlernen.

Frau Susanne Rönner, gelernte Assistentin für Urologische Kontinenztherapie und Beckenbodenkursleiterin, bietet diese Training ab 1.September in unserer Praxis an.

Ihre Schwerpunkte liegen in der

-Wahrnehmung des Beckenbodens

-Kräftigung und Entspannung des Beckenbodens

-Mobilisation des Beckenbodens

-Integration des Beckenbodens im Alltag.

Falls wir ihr Interesse greweckt haben, ist eine individuelle Terminabsprache in der Praxis unter 05139 97281-10  oder unter urologe-region-hannover.de möglich.

Gerne bieten wir auch Hausbesuche an!

Ernährung bei Krebserkrankungen

Die Ernährung nimmt im Rahmen des Management von Krebserkrankungen einen immer höheren Stellenwert ein und findet sich in entsprechenden nationalen und internationealen Leitlinien wieder.

In diesem Blogbeitrag möchte ich Ihnen einen kurzen Überblick über die neuesten  Empfehlungen geben.

Ernährung bei bestehender Fettleber:

– Reduktion von Alkohol und  Kaffee

– nur 3 Mahlzeiten täglich ( hypokalorisch und gemüsereich)

– Reduktion von Kohlehydraten in Form von Smoothies und Light-   Produkten. Aspartam ( beispielsweise in  Süßstoff enthalten) wird teilweise zu krebsauslösenden Formaldehyd  verstoffwechselt.

– sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe konnten bei onkologischen Patienten positive Effekte in kleinen klinischen Studien zeigen: Lycopin in der Tomate , fermentierte Polyphenole im Granatapfel, Paranüsse und Omega-3-Fettsäuren  werden als protektiv gewertet.

Ernährung beim Prostatakarcinom:

Tumorzellen verstoffwechseln Zucker zu Laktat. Präklinische Studien sprechen für den Nutzen einer kohlehydratarmen Kost, klinische Studien fehlen jedoch. Unklar ist, ob eine vegane oder vegetarische Ernährung einen Vorteil bringt.

Milchkonsum über 400 ml/ Tag scheint das PCA-Risiko zu erhöhen.

Fasten bei Chemotherapie

Eine fragliche Hypothese besagt, dass ein Nutzen von ” Fasten während einer  Chemotherapie”  einen Vorteil bringt, indem gesunde Zellen eher in einen “Ruhezustand” gehen können als Tumorzellen und dadurch weniger Chemotherapie aufnehmen müssen als Tumorzellen und dadurch die Verträglichkeit der Therapie steigt. Klinische Daten für diese Hypothese existieren jedoch nicht und es besteht die Gefahr der Mangelernährung von Patienten mit fortgeschrittenenen Tumorerkrankungen.

Von unwissenschaftlichen Krebsdiäten sollte daher abgeraten werden.

Empfohlen werden sollte ” smart” zu essen:

Saisonal, Magen-Darm-freundlich, Abwechslungsreich, Regional und Traditionell

Nahrungsmittelzusatzstoffe sollten gemieden werden und auf einen adäquaten Vitamin-D-Spiegel ist zu achten.