Ernährung bei Krebserkrankungen

Die Ernährung nimmt im Rahmen des Management von Krebserkrankungen einen immer höheren Stellenwert ein und findet sich in entsprechenden nationalen und internationealen Leitlinien wieder.

In diesem Blogbeitrag möchte ich Ihnen einen kurzen Überblick über die neuesten  Empfehlungen geben.

Ernährung bei bestehender Fettleber:

– Reduktion von Alkohol und  Kaffee

– nur 3 Mahlzeiten täglich ( hypokalorisch und gemüsereich)

– Reduktion von Kohlehydraten in Form von Smoothies und Light-   Produkten. Aspartam ( beispielsweise in  Süßstoff enthalten) wird teilweise zu krebsauslösenden Formaldehyd  verstoffwechselt.

– sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe konnten bei onkologischen Patienten positive Effekte in kleinen klinischen Studien zeigen: Lycopin in der Tomate , fermentierte Polyphenole im Granatapfel, Paranüsse und Omega-3-Fettsäuren  werden als protektiv gewertet.

Ernährung beim Prostatakarcinom:

Tumorzellen verstoffwechseln Zucker zu Laktat. Präklinische Studien sprechen für den Nutzen einer kohlehydratarmen Kost, klinische Studien fehlen jedoch. Unklar ist, ob eine vegane oder vegetarische Ernährung einen Vorteil bringt.

Milchkonsum über 400 ml/ Tag scheint das PCA-Risiko zu erhöhen.

Fasten bei Chemotherapie

Eine fragliche Hypothese besagt, dass ein Nutzen von ” Fasten während einer  Chemotherapie”  einen Vorteil bringt, indem gesunde Zellen eher in einen “Ruhezustand” gehen können als Tumorzellen und dadurch weniger Chemotherapie aufnehmen müssen als Tumorzellen und dadurch die Verträglichkeit der Therapie steigt. Klinische Daten für diese Hypothese existieren jedoch nicht und es besteht die Gefahr der Mangelernährung von Patienten mit fortgeschrittenenen Tumorerkrankungen.

Von unwissenschaftlichen Krebsdiäten sollte daher abgeraten werden.

Empfohlen werden sollte ” smart” zu essen:

Saisonal, Magen-Darm-freundlich, Abwechslungsreich, Regional und Traditionell

Nahrungsmittelzusatzstoffe sollten gemieden werden und auf einen adäquaten Vitamin-D-Spiegel ist zu achten.